Mythos Brocken – Der Höchste im Harz

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Der Brocken im Harz

Der Brocken im Harz ist mit 1.141 Metern über dem Meeresspiegel die höchste Erhebung in Norddeutschland. Über zwei Millionen Besucher erklimmen Jahr für Jahr den Gipfel über die verschiedenen Wanderwege oder fahren mit der über 100 Jahre alten Harzer Schmalspurbahn direkt hinauf. Der Berg besteht zum größten Teil aus dem sogenannten Brockengranit. Am Fuß des Brocken liegt der Kurort Schierke, wo sich ein Bahnhof der Harzer Schmalspurbahn befindet, von dem aus aber auch der Aufstieg zu Fuß möglich ist.

Seit 1990 gehört das Gebiet um den Brocken zum Nationalpark Harz. Der Wanderer durchquert eine unberührte Landschaft mit seltenen Pflanzen, wie die Brockenanemone oder die Krähenbeere. Der Brockengipfel liegt über der Baumgrenze, sodass hier nur niedrige Pflanzen zu finden sind. Verschiedene Vogelsorten und zahlreiche Käferarten sind hier beheimatet. Wildkatzen sind im Gebiet um den Brocken besonders zahlreich vertreten. Die scheuen Tiere zeigen sich allerdings den Besuchern nicht.

Für Freunde der Eisenbahn bietet der Brocken eine ganz besondere Attraktion. Die Brockenbahn, die seit 1899 mit einer Unterbrechung während der Zeit des geteilten Deutschlands in Betrieb ist, fährt von Wernigerode oder Drei Annen Hohne aus über Schierke bis direkt hinauf zum höchstgelegenen Schmalspurbahnhof auf dem Gipfel. Auf der Fahrt mit der Harzer Schmalspurbahn kann der Besucher die Schönheiten des Harzes direkt aus dem Zugfenster genießen.

Auf dem Brocken befindet sich neben verschiedenen Restaurants und Gaststätten eine Wetterstation, die als Referenzstation einer langfristigen Beobachtung des Klimas eingerichtet ist.

Verschiedene Sendeanlagen, die zur Zeit des Kalten Krieges als Abhöranlagen genutzt wurden, werden heute von Rundfunk- und Fernsehanstalten unterhalten. Im Brockenmuseum, dem sogenannten Brockenhaus, können Interessierte sich über die Zeit informieren, als der Brocken ausschließlich militärischen Zwecken diente. Weitere Attraktionen sind ein Panorama-Rundweg rund um den Gipfel und der Brockengarten, in dem über 1.600 Pflanzenarten wachsen.

Das Wetter auf dem Brocken ist sehr wechselhaft. Wärmende Kleidung, die auch vor Regen schützt, sollten Besucher bei einem Ausflug auf den Berg mitnehmen. Bei klarem Wetter bietet sich ein wundervoller Blick auf Wernigerode, die „Bunte Stadt“, wie sie einst vom Schriftsteller Hermann Löns genannt wurde. Bei sehr guten Sichtverhältnissen sind in der Ferne sogar der Große Inselberg in Thüringen oder der Köterberg im Weserbergland auszumachen. Meist jedoch liegt Nebel über dem Gipfel. Zahlreiche Sagen und Mythen ranken sich um den Berg. So können Besucher bei Nebel vielleicht einen Blick auf den Brockengeist erhaschen. Am 30. April eines jeden Jahres versammeln sich um Mitternacht der Sage nach die Brockenhexen zu ihrem jährlichen Tanz auf dem Gipfel. Im Volksmund wird der Brocken auch Blocksberg genannt und dient damit der beliebten Kinderfigur Bibi Blocksberg als Namensgeber.

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