Das Grüne Band im Harz

Der einstige Todesstreifen der DDR, der die beiden deutschen Staaten teilte, ist nun als „Grünes Band“ Lebensraum für eine reichhaltige Pflanzen- und Artenvielfalt. Es schlängelt sich auf gut 1.400 Kilometer von der Ostsee bis in den Bayerischen Wald durch ganz Deutschland. Das Grüne Band im Harz gehört zu den historischen und landschaftlich wertvollen Bereichen der Region.

Grünes Band im Harz Wandern mit Blick zum Brocken Grüne Band

Natur und Geschichte erleben – das Grüne Band

Vom Fallstein übers Eckertal zum Brocken und hinab in den Südharz Richtung Bad Sachsa: Auch der Harz war bis 1989 geteilt. Wo einst Grenzzäune und Stacheldraht die Menschen trennten, erinnern heute nur noch vereinzelt Plattenwege und Überreste der Grenzanlagen an die Geschichte. Als Grünes Band wird dieser Bereich nun vielerorts bezeichnet, der heute ein vielfältiger Lebensraum für viele auch seltene Tiere und Pflanzen ist.

Vielerorts gibt es Hinweisschilder, die auf die Geschichte und die Besonderheiten der Naturräume hinweisen. Der NABU, der BUND, der Harzklub und der Nationalpark Harz bieten regelmäßig öffentliche Wanderungen und Führungen am Grünen Band. Und auf den zahlreichen, gut ausgeschilderten Wanderwegen lässt sich das Grüne Band erleben.

Abenteuerliche Pfade im Nationalpark Harz Grünes Band

Adonisröschen am Fallstein

Am nördlichen Harzrand gehört der kleine Gebirgszug Fallstein zum Grünen Band. Im Frühling ist er besonders beliebt, wenn hier die Adonisröschen blühen. Auf dem Kammweg zwischen Osterwieck und Hornburg sind noch ehemalige Grenzanlagen zu entdecken. Ein Bunker, ein Wachturm und ein Teil des Grenzzauns wurde erhalten und dienen als Mahnmal. Die Waldgaststätte Willeckes Lust lädt unterwegs zur Rast ein.

Nationalpark Harz und Brocken

Das Grüne Band im Harz führt großenteils durch den Nationalpark und hinauf zum Brocken. Faszinierend ist eine Wanderung vom Eckertal hinauf zum Scharfenstein, wo sich auch eine Rangerstation befindet. Die Natur ist dort wild und ursprünglich und der Ausblick faszinierend.

Auf dem Brocken lohnt sich ein Besuch im Brockenhaus. Dort ist mehr über die Geschichte des höchsten Bergs im Harz, über den Nationalpark und auch über das Grüne Band zu erfahren.

Der höchste Gipfel des Harzes ist eines der beliebtesten Wanderziel im Harz. Besonders eindrucksvoll ist es zum Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang. Eine Wanderung lässt sich auch mit einer Fahrt mit der Harzer Schmalspurbahn kombinieren.

Brocke Nationalpark Harz Grünes Band das Grüne Band

Ring der Erinnerung in Sorge

Mitten im Harz befindet sich das Freiland-Grenzmuseum Sorge und der „Ring der Erinnerung“. Der Ort lag seinerzeit direkt an der innerdeutschen Grenze. Ein Verein hält die Erinnerung lebendig. In einem kleinen Grenzmuseum zeigt einer Ausstellung die Geschichte. Das Grüne Band beschreibt gleichzeitig die Grenzlandschaft, in der noch viele Grenzanlagen zu sehen sind.

Der „Ring der Erinnerung“ wurde 1993 als Naturdenkmal von dem Künstler Hermann Prigann geschaffen. Ein Wall aus Totholzstämmen bildet einen Kreis mit 70 Metern Ducrhmesser und liegt direkt auf dem ehemaligen Todesstreifen. Der Künstler hat damit die Themen Natur und Historie geschickt vereint. Gleichzeitig symboilisieren die Pflanzen, die aus dem Totholzstapel gewachsen sind, die Vergänglichkeit der Grenzen.

Wandern mit Hunden im Nationalpark Harz

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Gipskarstlandschaft im Südharz – Grünes Band

Das Grüne Band führt bis in den Südharz. Dort verändert sich das Landschaftsbild erneut. Die Gipskarstlandschaft ist mit ihren Höhlen, Erdfällen, Bachschwinden und weiteren Naturphänomenen einzigartig. Über Jahrtausende entstanden in dem wasserlöslichen Gestein bizarre und faszinierende Formationen. Entlang des Südharzes führt der Karstwanderweg über 265 Kilometer Wegstrecke durch diese faszinierende Landschaft und quert das Grüne Band.

Harzer Grenzweg am Grünen Band

Entlang des Grünen Bandes im Harz ist ein Wanderweg ausgewiesen. Diese führt von Rhoden am Fallstein im Nordharz bis nach Bad Sachsa und Tettenborn im Südharz. Es ist ein Prädikatswanderweg mit 95 Kilometern Streckenlänge. Auf dieser Route wird auch Wandern ohne Gepäck angeboten. Eine Übernachtung im Harz Hotel Altes Forsthaus in Braunlage können Wanderer einplanen. Das Hotel gehört zu den von „Wanderbares Deutschland“ ausgewiesenen Unterkünften.