Mountainbiken im Harz: Achtermann Rundtour

Blick von der Achtermannshöhe zu Brocken und Wurmberg (c) Naturfotografie Koch

Als Einsteigertour für Mountainbiker, die den Harz kennenlernen möchten oder als Warm Up für die Cracks wird die Achtermann Rundtour beschrieben. Faszinierende Aussichten, malerische Teichlandschaften, die urige Wildnis im Nationalpark Harz, schmale Pfade und gut ausgebaute Wege wechseln einander ab.

Mit dem Mountainbike zum Achtermann

Mit knapp 33 Kilometern Strecke und 705 zu überwindenden Höhenmeter gehört die Route Achtermann Spezial zu den mittelschweren Tourenvorschlägen der Volksbank Arena Harz. Von Braunlage aus geht es teilweise durch den Nationalpark Harz auf eine Rundtour über Königskrug, Oderbrück und Sankt Andreasberg.

Wanderpfad zur Achtermannshöhe – (c) Harzluchs

Der eindrucksvollste Gipfel der Route ist die Achtermannshöhe, mit 925 Metern der dritthöchste Berg in Niedersachsen. Felsig und baumlos zeigt sich die markante Kuppe, von der aus sich ein weiter Blick über den Harz genießen lässt. Beliebt auch zum Sonnenuntergang, dann allerdings besser ohne Bike. Den Brocken, den Wurmberg oder auch die charakteristischen Hohneklippen bei Drei Annen Hohne sind von hier aus gut zu erkennen. Doch wir haben gerade einmal 6 Kilometer unserer Tour hinter uns. Daher sollte der Aufenthalt auf dem Achtermann nicht zu sehr ausgedehnt werden.

Weiter geht es mit einem Schlenker Richtung Oderbrück. Unterwegs wird der Bodebruch passiert, ein Hochmoor. Hier gibt es einen Aussichtspunkt. Im Herbst sind Gräser goldbraun gefärbt. Ein schöner Anblick und ein lohnenswerter Stopp.

Oderteich bei Braunlage – (c) Harzluchs

Nach 14 Kilometern wird der Oderteich erreicht. Als Talsperre wurde er bereits Anfang des 18. Jahrhunderts angelegt und war über 100 Jahre lang die größte Talsperre Deutschlands. Auf einem schönen Waldpfad geht es am Westufer entlang bis zur Staumauer. Im Sommer darf hier auch gebadet werden. Weiter geht es auf einem schmalen Weg parallel zum Rehberger Graben, der einst zur Energieversorgung der Gruben in Sankt Andreasberg das Wasser der Oder umleitete. Sowohl Oderteich als auch Rehberger Graben sind Relikte des einst florierenden Bergbaus im Harz. Sie gehören zum UNESCO-Weltkulturerbe Oberharzer Wasserwirtschaft.

Rehberger Graben

Nach knapp 22 Kilometer wird das Rehberger Grabenhaus erreicht. Dieses traditionsreiche Waldgasthaus bietet Harzer Gastlichkeit, gutbürgerliche Küche und kühle Getränke in entspannter Atmosphäre. Zudem erwartet uns auf der letzten Etappe bis Braunlage noch eine schöne Abfahrt hinab ins Odertal und dann ein weiterer Anstieg. Da ist eine Stärkung vorab eine gute Idee.

Auf dem letzten Stück der Tour passieren wir Teile des Naturmythenpfades und den wunderschönen Silberteich.

Einsteigertour oder Warm Up

Wer noch nicht allzu viele Kilometer mit dem Mountainbike unterwegs war oder den Harz noch nicht kennt, wird diese Tour zu schätzen wissen. Einige Trails und Waldpfade sind vorhanden, doch es geht teilweise auch über gut ausgebaute Wanderwege. Die Steigungen sind noch gemäßigt. Bei den Abfahrten kommen auch geübtere Fahrer auf ihre Kosten, doch die Strecken sind auch für Einsteiger gut zu meistern. Eine gewisse Grundkondition sollte allerdings gegeben sein, denn immerhin sind 33 Kilometer Strecke zu überwinden. Die Dauer wird auf etwa 3,5 Stunden geschätzt.

Die Volksbank Arena Harz hat 74 Mountainbikerouten ausgewiesen mit insgesamt rund 2300 Kilometern. Ein Eldorado für Mountainbiker. Von leicht bis extrem ist hier für jeden etwas dabei. Und ganz nebenbei können die Stempel der Harzer Wandernadel gesammelt werden. Auf der Route „Achtermann Spezial“ sind gleich fünf Stempel zu ergattern, Nr. 12, 155, 123, 148 und 217.

Mountainbiken im Harz - (c) Paul Masukowitz / Volksbank Arena Harz
Mountainbiken im Harz – (c) Paul Masukowitz / Volksbank Arena Harz

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