Wandertipp: Von Bad Harzburg zum Luchsgehege

Eine wunderbare Rundwanderung, die man auch mit dem Kinderwagen gut bestreiten kann, beginnt in Bad Harzburg am Internat Burgberg Gymnasium. Von dort aus geht es hinauf zur Rabenklippe, dem Luchsgehege und dem Kreuz des deutschen Ostens. Eine schöne Familienwanderung.

Aufstieg zum Burgberg

Auf den ersten Kilometern unserer Tour sind bereits einige Höhenmeter zu bestreiten. Der Weg hinauf zum Burgberg hat es in sich. Doch da er über einen befestigten Forstweg führt, lässt sich diese Route trotz Höhenunterschied auch bequem mit einem Kinderwagen meistern. Belohnt werden wir von dem Ausblick, der uns begleitet. Bei klarer Sicht lässt es sich weit in das Harzvorland blicken.

Nachdem der erste Berg erklommen ist, wird die Route entspannter. Auf unterschiedlichen Waldwegen geht es nahezu auf einer Höhenlage zur Rabenklippe. Die mystische Granitfelsformation ist bereits seit mehreren hundert Jahren beliebtes Ziel für Wanderer. Von hier aus eröffnet sich ein weiter Blick über das Eckertal, den Nationalpark Harz bis hin zum Brocken. In den verwitterten Steinen lassen sich so einige Phantasiebilder erkennen. Bereits 1874 wurde an der Rabenklippe eine Unterstandshütte errichtet, aus der die heutige Waldgaststätte hervorging. Hier können sich Wanderer in wohliger Atmosphäre aufwärmen und stärken. Harzer Gerichte und leckere Kuchen stehen bereit.

Besuch beim Luchsgehege

Hinweis: Aufgrund von Sturmschäden bleibt das Luchsgehege vorerst geschlossen. Die Luchsfütterungen entfallen. Aktuelle Infos dazu gibt es unter www.nationalpark-harz.de/de/natur-erleben/luchsgehege/

Zwischen 2000 und 2006 wurden im Nationalpark Harz über 20 Luchse ausgewildert. Erfolgreich wurde diese scheue Wildkatze mit ihren markanten Pinselohren und dem kurzen Schwanz in unserer Region wieder angesiedelt. In freier Wildbahn sind Luchsbegegnungen sehr selten. An den Rabenklippen hingegen können die anmutigen Tiere ganz in Ruhe beobachtet werden. Mehrere Luchse, die für eine Auswilderung nicht in Frage kamen, leben hier. Von einer Besucherplattform aus hat man den freien Blick ins Gehege. Die Tiere sind recht neugierig und lassen sich auch durch Hunde anlocken. So stehen die Chancen gut, einen Luchs einmal live zu erleben. Das Gehege ist jederzeit frei zugänglich. Mittwochs und samstags um 14.30 Uhr herrscht dort reger Andrang. Dann gibt es die Luchsfütterung durch die Nationalpark Ranger. Aus erster Hand erfahren Besucher wissenswertes zu den schönen Tieren.

Kreuz des deutschen Ostens

Unsere Rundwanderung führt uns nun zum Kreuz des deutschen Ostens. Die auch als Ostlandkreuze bezeichneten Vertriebenendenkmale gibt es noch in vielen weiteren Orten bundesweit. 17,7 Meter hoch und 6,3 Meter breit ist das imposante Stahlkreuz. Der Platz lädt ein zum Innehalten, ist das Kreuz doch eine Stätte des Gedenkens an Vertreibung und Heimatverlust, der Ablehnung jeder Gewaltherrschaft und der Verständigung, der Versöhnung und des Friedens. Im Sommer bietet sich an dieser Stelle auch ein Picknick an.

Weiter geht es in Richtung Ausgangsort. Für den Abstieg wählen wird die Route durch das Stübchental. Der Wanderpfad führt parallel zum Stübchenbach und bildet einen schönen Abschluss der Tour.

Entlang der Route lassen sich zwei Stempel der Harzer Wandernadel ergattern. Mit einem Abstecher zum Aussichtsreich auf dem Burgberg wären sogar drei Stempel möglich.

Wer den steilen Aufstieg umgehen möchte, der kann mit der Burgbergseilbahn bequem die Höhenmeter überbrücken.

Stempelstellen: 170 Rabenklippe, 122 Kreuz des deutschen Ostens, 121 Aussichtsreich Burgberg
Strecke: 15,5 Kilometer Länge, ca. 300 Höhenmeter, Dauer ca. 4 Stunden

Hinweis: Im Nationalpark Harz gilt Leinenpflicht für Hunde

Nicht exakt unsere Wanderroute, doch für die Tourenplanung sicher hilfreich: