Winterwandern im Harz: Rund um den Burgberg Bad Harzburg

Winterwanderung in Bad Harzburg um den Burgberg.

Aussichtsreich ist die rund 6 Kilometer lange Wanderung von Bad Harzburg hinauf auf den 483 Meter hohen Burgberg. Die verschneite Landschaft macht das Winterwandern zum perfekten Erlebnis für die ganze Familie. Weite Blicke über das Harzvorland entlohnen für den Aufstieg. Eine traumhafte Wintertour.

Unberührte Winterlandschaft

Wer sich früh auf den Weg begibt, der kann im Stübchental noch nahezu unberührte Schneelandschaft entdecken. Die beliebten Wanderwege rund um den Burgberg werden nicht vollständig geräumt. Mit ordentlichen Stiefeln geht es durch den frisch gefallenen Pulverschnee. Ein herrliches Erlebnis. Wildtierspuren lassen sich wunderbar entdecken und verfolgen. Das leise Plätschern eines noch nicht ganz zugefrorenen Baches begleitet uns die ersten Meter.

Nach knapp 2,5 Kilometern steigt der Weg steiler an. Die schmale Straße zum Burgberg, die nur von Forstleuten oder den Gaststättenbetreibern genutzt wird, führt etwa 1,5 Kilometer hinauf bis zum höchsten Punkt der Wanderung.

Im verschneiten Stübchental

Da dieser Abschnitt geräumt ist, lässt es sich sehr bequem laufen. Immer wieder erstreckt sich ein weiter Blick über das Harzvorland, ehe das Burgberg-Plateau mit der Canossa Säule erreicht wird.

Die Säule wurde im 19. Jahrhundert als Denkmal errichtet. Sie erinnert an den damals 800. Jahrestag des Gangs nach Canossa von Heinrich IV., der einst die Harzburg als Kaiserfestung erbauen ließ. Gleichzeitig drückt sie mit der Inschrift „Nach Canossa gehen wir nicht“ den Konflikt Otto von Bismarcks mit dem Papst Pius IX. aus.

Entdeckungen auf dem Burgberg

Direkt am Zaun der Ausflugsgaststätte „Aussichtsreich“ befindet sich eine Stempelstelle der Harzer Wandernadel. Stempeljäger können sich hier den Stempel Nr. 121 in ihren Pass drücken. Nur wenige Meter weiter befinden sich die Bergstation der Burgberg-Seilbahn sowie der Start der Baumschwebebahn. In den Sommermonaten, wenn der Schnee weg ist, lassen sich die Überreste der Harzburg entdecken. Wer eine weitere Wanderung wünscht, der kann vom Burgberg aus den Wegen bis zum Luchsgehege an den Rabenklippen folgen.

Kurz vor dem Gipfel mit Canossasäule

Abstieg auf dem Eselsstieg

Am historischen Wegweiser auf dem Burgberg biegen wir links ab, folgen dem Eichenbergrundweg bis zum Eselsplatz. Von hier aus führt uns der Eselstieg kontinuierlich absteigend wieder zu unserem Ausgangspunkt im Stübchental. Eselsstiege, Eselswege und Eselsplätze sind im Harz einige zu finden. Denn früher sorgten regelrechte Eselkarawanen für die Versorgung der Menschen im Oberharz. Die Eseltreiber hatten seinerzeit ein hohes Ansehen und ihnen wurde in Osterode sogar ein kleines Denkmal gesetzt.

Um die Wanderung auch bei Schnee und winterlichen Temperaturen zu genießen, sind wetterfeste Kleidung und gutes Schuhwerk nötig. Zudem sorgt ein Heißgetränk im Rucksack für etwas Stärkung nach dem Aufstieg.