Wandern im Harz: Wildnisspuren und mystische Felsformationen im Nationalpark Harz

Der Trudenstein – Stein der Hexen und Zauberinnen

Auf geht es in die Harzer Bergwildnis. Die Wälder, Moore, Klippen und Wiesen rund um den Hohnehof sind urig, geheimnisvoll und mit ihren guten Verstecken die Heimat vieler Wildtiere. Bei einer Wanderung auf teils schmalen Faden durch die Bergwildnis lässt sich der Harz am besten erleben.

Von Butzenmännern, Leistenklippen und wilden Bären

Knapp elf Kilometer ist die Wanderung auf dem Hohnewanderweg lang und führt durch ein Gebiet, das sich bereits zur urigen Bergwildnis zurück entwickelt. Anfangs auf einem bequemen Wanderweg ist bereits nach knapp drei Kilometern die erste geheimnisvolle Felsformation zu entdecken. Der Trudenstein, der Stein der Hexen und Zauberinnen, lockt zu einer Kletterpartie. Bereits seit 1894 ist diese imposante Granitfelsformation über steile Leitern zu erklimmen. Bei einem weiten Blick über die Harzer Wälder ist ab und an im Tal weißer Rauch zu sehen. Die Brockenbahn ist unterwegs und befördert Besucher hinauf auf den höchsten Berg im Harz.

Blick ins Tal vom Trudenstein

Am Trudenstein zweigt ein schmaler, mit Wurzeln und Felsbrocken gespickter Pfad, ab. Er führt weiter hinauf auf die Berge und weiter hinein in die wahre Bergwildnis des Nationalparks Harz. Über den Hohnekopf und die Bärenklippen geht es zu den Leistenklippen. Auch hier lässt sich der Blick über die Harzer Berglandschaft genießen. In diesem unübersichtlichen Gebiet, das einer Wildnis sehr nahe kommt, würde es nicht verwundern, wenn Luchse oder gar Wölfe dort ihre Heimat gefunden haben. Eine Begegnung mit der großen Wildkatze ist jedoch eher unwahrscheinlich, denn die Tiere sind scheu und wissen, sich gut zu tarnen.

Weiter geht es vorbei an den Grenzklippen, mit 908 Metern der höchste Punkt der Tour, und den Butzemännern wieder langsam in Richtung Tal. Nach etwa 5,5 Kilometern wird links in den Forstmeister-Sietz-Weg eingebogen. Am Wegesrand ist eindrucksvoll zu sehen, wie Leben aus totem Holz entsteht. Der Lebenszyklus der Pflanzen ist im Nationalpark wunderbar zu erkennen. An der Spinne geht es wieder auf den Glashüttenweg vorbei am Trudenstein zurück zum Hohnehof.

Blick zum Brocken von den Leistenklippen

Stempel sammeln für die Wandernadel

Auf dieser Wanderung sind gleich drei Stempel der Harzer Wandernadel einzusammeln: am Hohnehof, am Trudenstein und an den Leistenklippen. Das Stempelheft, die Wanderkarten und auch den Wanderführer zur Harzer Wandernadel sind im Harz Hotel Altes Forsthaus in Braunlage an der Rezeption erhältlich. Insgesamt 222 Stempelstellen und noch einige Zusatz-Stempel warten darauf, entdeckt zu werden. Dabei lernen Sie die unterschiedlichen Seiten des Harzes kennen und entdecken auch Regionen, die eher unbekannt sind. Fleißige Wanderer können bereits ab acht Stempeln ein erstes Wanderabzeichen erhalten. Zum Harzer Wanderkaiser werden diejenigen ernannt, die alle 222 Stempel vorweisen können. Über 7.300 Kaiserinnen und Kaiser wurden bereits „gekrönt“.

Panoramablick vom Trudenstein

Für einen Wanderurlaub im Harz ist das Harz Hotel Altes Forsthaus in Braunlage idealer Ausgangspunkt. Die schönsten Wanderwege des Harzes sind in unmittelbarer Nähe. Entdecken Sie die Bergwildnis bei Ihren Wanderungen im Harz.

Start-/Zielpunkt: Drei Annen Hohne / Hohnehof
Länge: 10,8 Kilometer
Höhenmeter: 384
Dauer: 3 Stunden