Rübeländer Tropfsteinhöhlen: Eintauchen in eine faszinierende Welt

Mehrere Tausend Jahre alt sind die faszinierenden Gebilde aus Stalagmiten und Stalaktiten in den Rübeländer Tropfsteinhöhlen. Die Baumannshöhle und die Hermannshöhle gehören zu den ältesten und bekanntesten Schauhöhlen in Deutschland. Ein Besuch wird zu einer spannenden Fantasiereise in eine farbenprächtige Untertagewelt.

Rübeländer Tropfsteinhöhle Hermannshöhle
Gang durch die Hermannshöhle

Faszination Rübeländer Tropfsteinhöhlen

Über Jahrtausende haben Wasser und Kalkablagerungen in den Harzer Höhlen in Rübeland eine einmalige Welt aus Formen und Farben geschaffen. Jeder Besucher entdeckt etwas anderes, neue Blickwinkel eröffnen unerwartete Perspektiven. Ob Schildkröte, Zwerg oder Dinosaurier – je genauer die merkwürdigen Gebilde betrachtet werden, umso klarer nehmen sie Formen an.

Bereits seit 1646 ist die Baumannshöhle für Besucher zugänglich. Auch Johann Wolfgang von Goethe besuchte diesen Teil der Rübeländer Tropfsteinhöhlen mehrfach. Hier gibt es einen besonderen Reichtum an unterschiedlichen Tropfsteinen zu entdecken. Bei einer rund 50-minütigen Führung wird auch die Entstehung dieser erklärt. Rund 300 Treppenstufen führen in den Berg. Eindrucksvoll ist auch das Skelett eines Höhlenbärens, das während der Führung zu sehen ist.

Rübeländer Tropsteomhöhlen Höhlenbär Baumannshöhle
Das Skelett des Höhlenbärens in der Baumannshöhle

Die benachbarte Hermannshöhle wurde 1866 entdeckt, ganz zufällig bei Straßenbauarbeiten. Diese Höhle wurde von einem unterirdischen Fluss geformt. Auch hier sind eindrucksvolle Tropfsteingebilde zu entdecken. Das besondere dieser Tropfsteinhöhle sind jedoch die riesigen Hohlräume mit bis zu 50 Metern Höhe und die kuriosen Grottenolme.

Grottenolme sind aalähnliche, seltene Lurche, die dauerhaft im Larvenstadium verbleiben. Sie sind etwa 25 bis 30 cm lang und sehr scheu. Sie können ohne Fressfeinde bis zu 70 Jahre alt werden. Die Tiere stehen auf der Roten Liste als gefährdete Tierart. Die beste Chance auf eine Begegnung haben Besucher der ersten Führung am Morgen. Der Olmensee wurde in den 1930er Jahren künstlich angelegt und die ersten Tiere zu Schauzwecken aus Istrien angesiedelt. In den 1950er Jahren wurden weitere Tiere in die Hermannshöhle gebracht. Die Rübeländer Tropfsteinhöhlen initiieren immer wieder Forschungsprojekte und Aktionen, um die Population zu erhalten.

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Höhlentheater und Trauungen

Der Goethesaal, der größte Hohlraum in der Baumannshöhle, ist gleichzeitig außergewöhnlicher Veranstaltungsort. Vor der faszinierenden Kulisse der Höhle mit dem künstlich angelegten Wolfgangsee werden auf der Naturbühne Theaterstücke und Konzerte aufgeführt. An diesem Ort wird Jules Vernes „Reise zum Mittelpunkt der Erde“ sehr authentisch erlebbar. Liebespaare können sich hier das Ja-Wort geben und bei einer Trauung den Bund der Ehe eingehen. Die Höhle ist Außenstelle des Standesamtes Oberharz am Brocken.

Kinderwalpurgis in der Baumannshöhle

Kleine und große Hexen und Teufel treffen sich alljährlich am 30. April zur Kinderwalpurgis der Rübeländer Tropfsteinhöhlen. Im Foyer der Harzer Höhlen werden einige kostenfreie Programmpunkte geboten, wie Kinderschminken, die Hexenbesen-Werkstatt oder die Mal- und Bastelstraße. In Zusammenarbeit mit dem Freien Theater Harz gibt es Hexenlesungen im Goethesaal der Baumannshöhle (gegen Gebühr). Altersempfehlung ab 5 Jahre.

Für Kinder werden regelmäßig Taschenlampenführungen angeboten. Sie führen in die Tiefen der Harzer Höhlen und sorgen für spannende, phantasievolle Einblicke. Auch Kindergeburtstage können in den Rübeländer Tropfsteinhöhlen gefeiert werden.

Infos zu Öffnungszeiten, Führungen und Eintrittspreise:
www.harzer-hoehlen.de

Rübeländer Tropfsteinhöhlen Wolfgangsee Goethesaal
Der Wolfgangsee im Goethesaal der Baumannshöhle

Wie enstehen Tropfsteine?

Die faszinierenden Gebilde in den Harzer Höhlen sind über Jahrtausende entstanden. Dabei wird zwischen Stalaktiten, die von der Decke herabhängen und Stalagmiten, die vom Boden in die Höhe wachsen, unterschieden. Je nach klimatischen Bedingungen und Kalkkonzentration im Wasser wachsen die Tropfsteine um 1 bis 3 mm in zehn Jahren. Ein ein Meter hoher Tropfstein benötigt entsprechend rund 10.000 Jahre für seine Entstehung. Das verdeutlicht, wieso die Tropfsteinhöhlen so einzigartige und schützenswerte Naturräume sind.

Das HöhlenErlebnisZentrum Bad Grund ist eine weitere Tropfsteinhöhle im Harz. Erlebnisreiche Höhlen sind zudem die Heimkehle in Uftrungen, die Einhornhöhle in Scharzfeld sowie die Barbarossahöhle am Kyffhäuser. Alle auf ihre Art einzigartig und mit besonderen Geschichten.

Urlaub im Harz

Ein Besuch in den Rübeländer Tropfsteinhöhlen gehört für viele Harz-Urlauber dazu. Im Harz Hotel Altes Forsthaus in Braunlage finden Sie das passende Urlaubsdomizil für Ihre Ausflüge. In nur 20 Minuten Autofahrt sind die Rübeländer Höhlen erreicht. Das Hotel bietet Ihnen gemütliche Zimmer, eine zentrale Lage mit Parkplatz sowie einen freundlichen Service und gute Küche.

Fotos: Jan Reichel / Rübeländer Tropfsteinhöhlen

Hermannshöhle Rübeländer Tropfsteinhöhlen