Harz Ausflugstipp: Burgberg Bad Harzburg mit Harzsagenhalle

Der mystische Harz ist schon seit jeher Inspiration für Erzähler, Dichter und Denker. Die Sagenwelt der magischen Gebirgswelt ist reich an Geschichten. 14 davon werden in der Harzsagenhalle auf dem Bad Harzburger Burgberg in handgefertigten Schaubildern vorgestellt. Ein lohnenswertes Ausflugsziel.

Mit der historischen Seilbahn hinauf auf den Burgberg

Während in Braunlage eine der modernsten Einseilumlaufbahnen Europas hinauf zum Wurmberg führt, wird es im Heilbad Bad Harzburg traditionell. Die ehrwürdige Burgbergseilbahn ist seit 1929 in Betrieb und chauffiert in etwa 3 Minuten bis zu 19 Personen hinauf auf den Burgberg. Gemütlich schweben Sie mit Blick auf Kurpark, Soletherme, Märchenwald und Baumwipfelpfad dem Gipfel entgegen.

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Oben auf dem Burgberg angekommen erwartet Sie ein eindrucksvoller Blick über das Tal und das Harzvorland. Am Fuße der Canossasäule lässt es sich weit über das Land schauen. Hier auf dem Burgberg beginne auch verschiedene Wanderwege, wie der Besinnungsweg, ein Rundwanderweg um den Sachsenberg mit sinnhaften Stationen und Erlebnispunkten.

Die Harzsagenhalle – unbekanntes Kleinod

Das kleine Holzhaus am Rande des Burgberg-Plateaus wirkt auf dem ersten Blick verschlossen. Doch die Harzsagenhalle beherbergt ein wahres künstlerisches Kleinod. In ihr befindet sich der Harzsagenschrein, der von den Goslarer Künstlern Eduard und Franz Bergmann von 1928 bis 1932 in liebevoller Detailarbeit erstellt wurde. 125 filigrane Skulpturen aus Marmor sind in 14 Szenenfenstern zu betrachten. Während die Sagen der Rosstrappe oder der Walpurgisnacht allseits bekannt sein dürften, werden auch weniger prominente Darstellungen in Szene gesetzt. So die Sage in der Marktkirche zu Clausthal, wo ein Müllerbursche mit bösen Geistern um die Wette kegelte oder die Sage über den Schimmel im Rathaus zu Wernigerode.

Von Ostersonntag bis Ende Oktober ist die Harzsagenhalle an Sonn- und Feiertagen von 14 Uhr bis 16 Uhr geöffnet. Dann entdecken Sie auf eigene Faust die dargestellten Szenen, die auf einem Terminal auch erklärt werden. Das ganze Jahr über können Gruppen Sonderführungen bestellen. Dann wird die Sagenwelt des Harzes wahrlich lebendig. Hans-Jürgen Fleger, Vorsitzender der Bad Harzburg Stiftung, erzählt leidenschaftlich jede einzelne Geschichte und macht die Mystik des Harzes spürbar.

Nachdem die Harzsagenhalle Jahrzehnte dem Verfall preisgegeben war, wurde sie 2009 mit Unterstützung von Bürgern, Betrieben, den Kur-, Tourismus– und Wirtschaftsbetrieben der Stadt Bad Harzburg und der Bad Harzburg Stiftung behutsam saniert. Vor allem die Szenenbilder waren in einem schlechten Zustand, konnten jedoch restauriert werden und sind nun seit 2014 wieder zu besichtigen.

Märchen oder Sage?

Sind es nun Märchen oder Sagen, die den Harz bereichern? Der Unterschied zwischen Märchen und Sagen ist, dass bei den Sagen ein Bezug zu wahrhaftigen Orten oder Personen besteht. Bei den vorgestellten Szenen sind die Orte im Harz tatsächlich vorhanden und können auch besucht werden. Auch einige der beteiligten Personen gab es wirklich. So ist die magische Gebirgswelt wahrlich sagenhaft.

Informationen zur Harzsagenhalle:
harzsagenhalle.de