Weck den Wikinger in dir: Axtwerfen im Harz

Was man aus Historik-Filmen oder von Mittelalterfesten kennt, ist jetzt auch im Harz möglich: Axtwerfen. Kräftemessen auf besondere Art. Auf der Paintball-Anlage in Sankt Andreasberg sind zwei Wurfstände entstanden, wo Nachwuchs-Wikinger oder Hobby-Holzfäller ihr Können unter Beweis stellen.

Axtwerfen im Harz

Von der Streitaxt zum Sportgerät

Die Geschichte des Axt- oder Beilwerfens ist nicht ganz eindeutig geklärt. Bekannt ist, dass das Streitbeil oder auch die Streitaxt bereits im 3. Jahrhundert von den Franken eingesetzt wurden. Bei einem Angriff konnten sie aus dem Schilderwall heraus gezielt geworfen werden und so Vorteile für die Angreifenden erzielen. Die relativ kurze Reichweite von bis zu 15 Metern war in den Schlachten gut einzusetzen, für die Jagd jedoch ungeeignet. Die Indianer Amerikas nutzten Tomahawks als Wurfwaffe.

Vorbild für das heutige sportliche Axtwerfen sind jedoch die Holzfäller aus Skandinavien und Nordamerika. Für sie war das Axtwerfen ein Zeitvertreib und entwickelte sich dann zum Wettbewerb.

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Heute ist das Axtwerfen oder Doppelaxtwerfen zum Sport avanciert. Sogar eine Bundesliga besteht seit 2016, sportliche Wettbewerbe und Vereine sind schon länger aktiv. Da die Vereine sehr weit verstreut sind, werden die Wettkämpfe am jeweiligen Heimatort ausgetragen und die Ergebnisse online übermittelt. Vorreiter für das Regelwerk ist der schwedischen Axtwerferbund (Yxkastareförbundet). Für Deutschland und die Schweiz gilt, dass mit einer Doppelaxt, also einer Axt mit doppelten Schneiden, geworfen wird. Der Abstand bis zur hölzernen Zielscheibe beträgt 6,10 Meter. Die Ringe für die Punktewertung haben einen Abstand von 5 cm. Wichtig ist, dass nur der Wurf zählt, der mit dem vorderen Blatt der Axt erzielt wird. Wenn also vor lauter Energie beide Axtblätter in der Zielscheibe stecken oder der Stiel nach oben zeigt, ist der Wurf ungültig. Die Axt hat ein Gewicht von mind. 1,1 Kilo.

Axtwurfstand

Axtwerfen in Sankt Andreasberg

Auf der neuen Axtwerfanlage in Sankt Andreasberg sehen zwei überdachte und rustikale Axtwurfstände zur Verfügung. So können pro Stunde bis zu acht Personen ihren persönlichen Wettkampf starten. Das Axtwerfen ist für Kinder ab 12 Jahren und für Erwachsene möglich. Dabei ist die Technik entscheidend, nicht die Stärke. So können in dieser Disziplin durchaus auch Frauen den Männern zeigen, wie die Axt am besten fliegt.
Der Axtwurfstand inkl. Wurfäxte kann in Sankt Andreasberg vorreserviert werden. Eine Stunde Axtwerfen kostet 15 Euro pro Person.

Action und Adrenalin im Harz

Neben dem Axtwerfen befindet sich auf dem Gelände eine Paintballanlage. In verschiedenen Varianten gibt es Paintball ab 16 Jahren, Paintball light und die klassische Form des actiongetriebenen Strategiespiels. Drei Spielfelder, das Dorf, die Werkshalle und das Woodland, können auf Wunsch auch kombiniert bespielt werden. Hier gibt es zahlreiche kreative Deckungen, Zwischenräume und Verstecke, die schnelles strategisches Denken und Handeln erforderlich machen. Wem das nicht genug ist, der bucht einen Lasertag und begibt sich zum Battle Royale in die Harzer Wälder der Umgebung.

Paintball im Harz

Vom Harz Hotel Altes Forsthaus in Braunlage ist die Paintball-Anlage mit ihrem vielseitigen Angebot innerhalb von 15 Minuten Autofahrt erreicht. Actionsuchende finden hier ein passendes Urlaubsdomizil und können sich nach einem adrenalingeladenen Tag bei einem geselligen Abendessen stärken.